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18.07.22

Demmler‘s Sonntagskuchen: Sachertorte

 

Die Sachertorte hat unumstritten Kultstatus. Aber was macht eine Sachertorte eigentlich so besonders? 
Die Torte ist eine Schokoladentorte aus Sachermasse (Mehl, Butter, Eier, Zucker und Schokolade) mit Marillenmarmelade und einer speziellen Schokoladeglasur. Das Geheimnis liegt aber in der klassischen Ausgewogenheit der Zutaten, im Prozess des Backens und in der besonderen Glätte der Glasur. Habt ihr schon einmal eine Sachertorte gebacken? Dann haben wir hier das Rezept (Original von Sacher) für euch:

Rezept Sachertorte

Ergibt eine Backform (Durchmesser: 24 cm). Kühlzeit: ca. 20 Minuten. Backzeit: ca. 1 Stunde

  • FÜR DEN SCHOKOLADENTEIG
  • 130 g dunkle Schokoladen-Kuvertüre (min. 55% Kakaoanteil)
  • 1 Vanilleschote
  • 150 g geschmolzene Butter
  • 100g Staubzucker
  • 6 Eier
  • 100 g Kristallzucker
  • 140 g Einfaches Weizenmehl
  • FETT UND MEHL FÜR DIE FORM
  • 200 g Marillenmarmelade
  • 200 g Kristallzucker
  • 150 g dunkle Schokoladenkuvertüre (min. 55% Kakaoanteil)
  • Ungesüßte Schlagsahne zum Garnieren
  • ZUBEREITUNG
  • Den Ofen auf 170 °C vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier, Fett und den Seiten auslegen und mit etwas Mehl bestäuben. Für den Schokoladenteig die Kuvertüre über einem Heißwasserbad schmelzen und sie anschließend etwas abkühlen lassen.
  • Vanilleschote in Längsrichtung aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die aufgeweichte Butter mit Puderzucker und Vanillemark mit einem Handrührgerät mit Schneebesenaufsatz schaumig schlagen.
  • Die Eier trennen. Die Eigelb einzeln in die Buttermasse einrühren. Nun nach und nach die geschmolzene Kuvertüre hinzufügen. Das Eiweiß mit dem Streuzucker steif schlagen, dann auf die Butter-Schokoladen-Mischung legen. Das Mehl über die Masse sieben, dann das Mehl unterheben und Eiweiß verquirlen. Die Mischung in die Springform geben, die Oberseite glatt streichen und 10 bis 15 Minuten im Ofen (Mitte) backen, wobei die Ofentür eine Fingerbreite aufbleibt. Dann den Ofen schließen und den Kuchen noch ca. 50 Minuten backen.

  • Nehmt den Kuchen aus dem Ofen und löst die Seiten der Springform. Den Kuchen vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Kuchengestell legen und ca. 20 Minuten abkühlen lassen. Erst dann das Backpapier abziehen, den Kuchen umdrehen und auf dem Kuchenrost abkühlen lassen.
  • Den Kuchen horizontal halbieren. Die Marmelade erwärmen und umrühren, bis sie glatt ist. Die Oberseite der beiden Kuchenhälften mit der Marmelade bestreichen und übereinander schieben. Die Seiten auch mit Marmelade bestreichen.
  • Für die Herstellung der Glasur den Streuzucker in einen Topf mit 125 ml Wasser geben und bei starker Hitze ca. 5 Minuten kochen lassen. Den Zuckersirup vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Kuvertüre grob zerkleinern, nach und nach in den Sirup geben und umrühren, bis eine dicke Flüssigkeit vorhanden ist.
  • Die gesamte lauwarme Glasur auf einmal über die Oberfläche des Kuchens geben und mit einer Palette schnell verteilen. Lassen Sie die Glasur einige Stunden aushärten. Die Sachertorte mit ungesüßter Schlagsahne garnieren.

Die Erfindung der Sachertorte

Die Geschichte der Sachertorte begann 1832: Clemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich beauftragte seine Hofküche anlässlich einer Festlichkeit, seinen Gästen ein ganz besonderes Dessert zu kredenzen. Weil der Chefkoch aber plötzlich krank wurde, musste der erst 16-jährige Lehrling Franz Sacher einspringen. Prompt kreierte dieser mit seiner Variation einer Schokoladentorte die Vorläuferin der heutigen Sachertorte, die zwar bei Gastgeber und Gästen Anklang fand, der aber keine weitere Beachtung geschenkt wurde.

Als Franz Sacher sich 12 Jahre später selbstständig machte und 1848 einen Feinkostladen mit Weinhandlung in der Wiener Weihburggasse eröffnete, wurde die "Schokoladetorte des Franz Sacher" schließlich zum Verkaufsschlager und erlangte lokale Berühmtheit. Vollendet wurde die Sachertorte aber erst durch seinen ältesten Sohn. Während der Ausbildung beim kaiserlichen und königlichen Hofzuckerbäcker Demel erschuf Eduard Sacher die Wiener Spezialität in ihrer heute bekannten Form. Angeboten wurde diese sowohl bei Demel als auch im 1876 gegründeten Hotel Sacher.